Unsere Konzeption

V o m   G r e i f e n   z u m   B e g r e i f e n


 

A) Unsere Kita stellt sich vor 

 

1. Lage der Kita


 

Die Kita liegt im Ortsteil Pankow-Niederschönhausen. Das Grundstück ist umgeben von Einfamilienhäusern, in einer verkehrsberuhigten Seitenstraße. In der unmittel-baren Umgebung befindet sich die Schönholzer Heide und der Bürgerpark, die eine gute Voraussetzung für Spaziergänge und Naturerkundungen sind. Von der parallel gelegenen Hauptstraße gibt es eine Straßenbahnverbindung direkt zum S-Bahnhof Pankow oder nach Lübars.


 

2. Soziales Umfeld 

 

Wir sind keine Kita im sozialen Brennpunkt. Die Kinder, die zu uns kommen, leben 

im sogenannten Mittelstand. Die Eltern sind überwiegend Angestellte, Beamte und Selbstständige. Der Anteil an Kindern aus anderen Kulturen ist gering. Die Familien-struktur ist meist nicht die typische Kleinfamilie „Vater, Mutter, Kind“, sondern häufig die Familie mit 2 oder mehr Kindern. Viele Familien leben in einem der Einfamilien-häusern mit Garten oder in den kleinen Mietshäusern im näheren Einzugsgebiet. 

Für die Eltern ist es wichtig, den Kindern umfassende Möglichkeiten zu bieten, sich auf die Schule vorzubereiten. Viele Kinder besuchen nach der Kita Musik-, Sport- und Reitkurse. Pankow bietet allgemein ein vielfältiges kulturelles Angebot, an denen unsere Familien aktiv teilnehmen und wir unterstützen sie dabei. Wir nutzen auch die Angebote in anderen Bezirken für unsere pädagogische Bildungsarbeit. Desgleichen haben wir eine Patenschaft mit dem Kinderhospiz Sonnenhof, mit denen wir im engen Kontakt stehen und regelmäßig Feste und andere Höhepunkte des Jahres mitgestalten und begleiten.


 

3. Räumlichkeiten


 

Unser Haus ist ein Einfamilienhaus mit anliegenden Gartengrundstück. Es wurde auch schon zu DDR Zeiten als Kindergarten genutzt. Die Kita-Räumlichkeiten erstrecken sich über 2 Etagen. Im Erdgeschoss befinden sich die Gruppenräume, eine Küchenzeile, die Garderobe und der Waschraum. Die offen nebeneinander-liegenden Gruppenräume sind in drei unterschiedliche Bereiche eingeteilt. Im vorderen Bereich befindet sich die Essmöglichkeiten für die Mahlzeiten und eine Kreativecke zum Malen und Basteln. Der mittlere Bereich steht den Kindern für Montessori-Materialien sowie auch einer Puppen- / Rollenspielecke und einer  Lese- / Medienecke zur Verfügung. Der hintere Bereich ist mit einer Bauecke und Spielen (Gesellschaftsspiele, Puzzle und anderes didaktisches Material) ausgestattet und bietet Raum zur Arbeit auf dem Arbeitsteppich. Die Garderobe ist auch gleichzeitig ein Informationsbereich für die Eltern. Hier werden alle Informationen, die die Kita betreffen wie Tages-, Wochen- und Monatsplan, Lieder, Fingerspiele, Projekte, Fotos u.a. ausgehängt. Das Obergeschoss ist über eine Treppe zu erreichen. Hier befinden sich der Schlafraum, ein großer Mehrzweckraum, ein WC, ein Büro und Pausen-raum. Im Schlafraum befindet sich eine Hochebene für die größeren Kinder. Die jüngeren Kinder finden Platz im unteren Bereich. Der Mehrzweckraum bietet Platz für den Morgenkreis, Sport- und Bewegungsmöglichkeiten, Feste und Elternabende. Des weiteren befindet sich hier eine kleine Bibliothek mit Schwerpunkt Montessori. In diesem Raum ist auch der Ausgang für den 2. Fluchtweg, eine Rettungsrutsche, die im Alltag von den Kindern regelmäßig zum Spielen benutzt wird.


 

4. Außengelände


 

Der Garten besteht aus einer großen Wiese mit kleinem Hügel und einem Buddel-kasten, in dem die Rettungsrutsche endet. Drumherum führt ein Steinweg, der für Spielfahrzeuge genutzt wird. Des weiteren haben die Kinder die Möglichkeit sich mit 2 unterschiedlich großen Reckstangen, 3 Spielhäusern und einem Schaukelpferd zu beschäftigen. Neben dem Haus gibt es Platz für Fußball- und andere Ballspiele. Der Steinweg führt um das Haus herum, der von den Kindern genutzt werden darf und zu Naturbeobachtungen einlädt.


 

5. Struktur


 

Wir arbeiten nach den Grundprinzipien der Montessoripädagogik. 

Träger der Einrichtung ist die Arbeitsgruppe für Montessoripädagogik e.V.. 

Die Einrichtungsleitung ist Frau Peggy Leipold. 

In unserem Kindergarten werden 26 Kinder im Alter von 2 – 6 Jahren in einer altersgemischten Gruppe von 4 fest angestellten Erzieherinnen betreut. Das Team wird von Zeit zu Zeit von Praktikanten und Quereinsteigern unterstützt. Zusätzlich haben wir eine Reinigungskraft, die auch kleine handwerkliche Tätigkeiten über-nimmt. Unser Kindergarten ist von 7.30 – 16.30 Uhr geöffnet.


 

B) Voraussetzung und pädagogische Zielsetzung


 

1. Welchen Stellenwert hat für uns die Montessoripädagogik?

„Das Kind sammelt eine Vielfalt von Erfahrungen über alle Sinne, muss aber auch lernen, diese in eine Ordnung zu bringen. Nur so kann das Kind sich an seine Umgebung anpassen, kann sich seine Intelligenz entwickeln, mit der es sich seine Umwelt erschließt.“  (Aus Montessori-Handbuch Sinneserziehung, Lippert/Müller)

Die Erziehung in unserem Kindergarten bietet den Kindern die Möglichkeit, sich auf vielfältige Art und Weise auszuprobieren. Dazu gehört, sich mit unserer Gesellschaft auseinanderzusetzen, wie z.B. den verschiedenen Alters- und Entwicklungsstufen, unterschiedlichen Persönlichkeiten und Nationalitäten. Uns ist es wichtig, dass die Kinder innerhalb einer festen Struktur selbstständig entscheiden können, wann, mit wem und wie lange sie an einer Tätigkeit arbeiten möchten (Freiarbeit). Die Kinder können sowohl die eigenen Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten, wie auch die der Anderen kennenlernen und soziale Kontakte untereinander knüpfen.


 

2. Worin sehen wir unsere Rolle als Erzieherin? 


 

Das Kind braucht einen Raum, um selbstständig zu lernen, in dem wir ihm helfend oder unterstützend zur Seite stehen. Für uns be-deutet das, dass wir den Kindern 

die Welt begreifbar machen und ihre Freiheit und Persönlichkeit achten. Durch die eigene Persönlichkeit zeigen wir den Kindern ein Bild, an dem sie positive und negative Seiten erkennen können. Dadurch haben sie die Möglichkeit sich zu entscheiden, was für ihre eigene Persönlichkeit und Entwicklung von Bedeutung ist. Daraus folgt, dass wir sie nach und nach loslassen müssen und ihnen Handwerks-zeug an die Kind geben (z.B. Nein-sagen, Wünsche äußern, Bedürfnisse benennen).


 

3. Welches Bild vom Kind haben wir?


 

Kinder haben das Recht, Kind zu sein, dass heißt für uns, dass das Kind nach seinem Alter, Verhalten und Entwicklungsstand und seinen Bedürfnissen gesehen und gefördert wird. Wir sehen das Kind von Anfang an als Persönlichkeit und eigenständiges Wesen. 


 

4. Welche Ziele verfolgen wir in der pädagogischen Arbeit?


 

Unser Ziel in der pädagogischen Arbeit ist es, Ordnung, Struktur und ein soziales Miteinander zu schaffen, dass den Kindern die Möglichkeit zur freien Entfaltung der Persönlichkeit ermöglicht. Durch eine vorbereitete Umgebung können die Kinder innerhalb ihrer sensiblen Phasen zur Polarisation der Aufmerksamkeit gelangen, dass ein Grundprinzip der Montessoripädagogik ist. (Polarisation der Aufmerksam-keit: starke, anhaltende Konzentration auf eine Tätigkeit  und tritt immer dann ein, wenn der Beschäftigungsgegenstand in hohem Maße mit dem Entwicklungsstand des Kindes übereinstimmt)


 

C) Inhaltliche Einzelfragen


 

1. Unser Tagesablauf


 

7.30 Uhr                      öffnet der Kindergarten 

7.30 - 9.00 Uhr            erste Bringezeit, Freiarbeit, offenes Frühstück

9.00 Uhr                       Morgenkreis

bis 10.30 Uhr               Freiarbeit, offenes Frühstück

bis 11.00 Uhr               Beschäftigungsangebot

11.00 Uhr                     zweite Bringezeit

bis 11.45 Uhr               Aufenthalt im Freien      

12.00 Uhr                    Mittagessen

12.40 -12.50 Uhr         Abholzeit der Mittagskinder

13.00 - 14.30 Uhr        Mittagsruhe unserer Kleinen, Freiarbeit und Vorschul-                            

                                    projekte für unsere Großen

ca. 15.00 Uhr               gemeinsames Vesper

bis 16.30 Uhr               Freiarbeit / Aufenthalt im Freien und Abholzeit


 

Der Tag beginnt mit einem gemeinsamen Morgenkreis, den die Kinder und Erzieher mit Liedern, Fingerspielen und Erzählungen füllen. Es wird der Tag besprochen und die Kinder können Wünsche und Anliegen zur Sprache bringen. Entgegen der Freiarbeit werden die Beschäftigungsangebote in einer homogenen Altersgruppe durchgeführt. Jeder Erzieher hat seinen Bereich, den er auf der Grundlage des Berliner Bildungsprogramms erarbeitet und durchführt. Die vier Bereiche beinhalten Sport, Musik, Basteln und Wieso-Weshalb-Warum. Während der Mittagsruhe findet drei mal in der Woche für ca. eine halbe Stunde Projekte für die Vorschulkinder statt. Abwechselnd führt immer ein Erzieher ein Projekte einen Monat lang, nach Interesse der Kinder und des Berliner Bildungsprogramms, durch. 


 

2. Welchen Stellenwert haben bei uns Ernährung, Gesundheit und Umwelter- ziehung?

 

Die Kinder erhalten bei uns ein warmes Mittagessen und Getränke. Das Mittagessen wird von Pro Agora (Bioessen) geliefert. Für das Frühstück und Vesper sind die Eltern verantwortlich. Wir legen großen Wert darauf, dass der Inhalt der Brotbüchsen überwiegend ausgewogen ist und nur eine Süßigkeit enthält. Uns ist es wichtig, dass bei den Mahlzeiten eine ruhige, entspannte Atmosphäre herrscht. Die Kinder können selbst entscheiden, was und wie viel sie essen und trinken möchten. Wobei wir sie dabei unterstützen, dass sie ein Gefühl für die Menge entwickeln.

Das tägliche Hände waschen vor und nach den Mahlzeiten, nach dem Aufenthalt im Freien und nach dem Toilettengang gehört bei uns zu einem selbstverständlichem Ritual. Da bei uns die Kinder diesen Vorgang ausgiebig tun und auch durch das Montessorimaterial begreifen und erleben können, wird dies für sie zur Selbstver-ständlichkeit. Im allgemeinen geben die Montessori-Materialien die Möglichkeit ein bewusstes Erleben, Wahrnehmen und Begreifen des eigenen Körpers zu entwickeln und zu sensibilisieren.

Wir Erzieher haben die Aufgabe, den Kindern ein Verständnis für Gesundheits- und Krankheitsverhalten als soziales Miteinander zu vermitteln, z.B. in den Ellenbogen husten, Nase putzen, Taschentücher wegwerfen. Dazu gehört auch der tägliche Aufenthalt und die ausgiebige Bewegung im Freien. Unter Anderem finden regelmäßige Ausflüge in die Umgebung statt.

In unserer täglichen Arbeit hat die Umwelterziehung eine große Bedeutung, die wir mit den Kindern gemeinsam erarbeiten. Dazu gehört die Achtung der Natur im Allgemeinen, wie z.B. keine Blätter abreißen, auf keine kleinen Tiere treten, aber auch das Erleben und die Freude an der Natur zu entwickeln. 

Uns ist es wichtig, dass Anspannungs- und Entspannungsphasen während des gesamten Tages statt finden, dazu gehört auch der Mittagsschlaf für die Kleinen und eine ruhige Freiarbeit für die Großen.


 

3. Gesundschreibungen


 

Auf Grund des § 35 Infektionsschutzgesetz haben Kindertageseinrichtungen bestimmte Vorschriften zu erfüllen. Zum Wohle und zum Schutz der Kinder und Erzieher verlangen wir bei folgenden Erkrankungen auf jeden Fall eine Gesundschreibung:

• Salmonellen

• Keuchhusten

• Masern

• Mumps

• Scharlach

• Röteln

• Windpocken 

Wir behalten uns vor, auch bei anderen schweren Erkrankungen, welche hier nicht aufgeführt sind, eine Gesundschreibung zu verlangen. 


 

4. Regeln in unserem Kindergarten 


 

Je mehr Regeln wir haben, desto mehr sind Kinder und Erwachsene eingeschränkt. Andererseits sind Regeln nötig, denn sie ermöglichen und erleichtern uns dass Zusammenleben. In unserer Kita dienen Regeln als Orientierung, nicht als Mittel zur Disziplinierung. Regeln sind aushandelbar, veränderbar und sie können rückgängig gemacht werden.

-   Das Gartentor ist jederzeit geschlossen zu halten.

-   Auf Grund dessen, dass die Kinder bei uns viel auf dem Boden arbeiten, werden  

    die Eltern und Besucher gebeten unsere Pantoffeln überzuziehen.

-   Morgens sollen die Eltern ihr Kind bei einer Erzieherin anmelden und beim   

    Abholen wieder abmelden.

-   Größere Kinder dürfen nach Absprache allein im Mehrzweckraum oder Garten  

    spielen.

-   Medikamente werden nur mit ärztlichem Attest und Einverständnis der 

    Erzieherinnen verabreicht.

-   Kinder mit akuten Erkrankungen werden nicht betreut, bzw. werden nach 

    Information an die Eltern abgeholt. 

-   Die Eltern sind verpflichtet, uns ansteckende Krankheiten zu melden und eine  

    Gesundschreibung vorzulegen.

-   Unsere Flucht- und Rettungswege sind frei zu halten.

-   Bei uns im Kindergarten herrscht Rauchverbot.


 

D) Partizipation


 

1. Was ist Partizipation?


 

„Partizipation bezeichnet grundsätzlich verschiedenen Formen von Beteiligung, Teilhabe bzw. Mitbestimmung. Partizipation in Kindertageseinrichtungen ist die ernst gemeinte, altersgemäße Beteiligung der Kinder am Einrichtungsleben im Rahmen ihrer Erziehung und Bildung.“


 

2. Partizipation der Kinder


 

„Partizipation im Kindergarten meint, dass eine Teilhabe der Kinder an verschiede-nen Entscheidungen im Kindergartenalltag stattfindet. Ein wichtiges Erziehungsziel dabei ist, dass die Kinder lernen, ihre eigenen Ideen, Wünsche und Bedürfnisse wahrzunehmen und zu äußern. Es bedeutet aber nicht, dass Kinder alles dürfen.“ (partizipation-und-bildung.de von Hansen)

In der Montessori Pädagogik geht es zum großen Teil um Selbstständigkeit und Eigenaktivität, die die Kinder von Anfang an von uns vermittelt bekommen. Sie lernen dabei, ihre Meinung zu vertreten und in der Diskussion miteinander auch andere Meinungen und Standpunkte zu hören und zu akzeptieren. 

Bei uns beginnt der Kindergartenalltag mit einem Morgenkreis. Hier geben wir den Kindern die Möglichkeit Erlebtes und Ereignisse zu erzählen, aber auch Wünsche, Anliegen und Bedürfnisse zu äußern. Daraus können z.B. Projekte entstehen oder spontane Aktivitäten. Hier werden auch Regeln besprochen und ausgehandelt und wer welche Dienste übernimmt, z.B. den Tischdienst. In der Freiarbeitsphase, die in der Altersmischung stattfindet, können die Kinder sich frei im Haus bewegen und selbst entscheiden, wo, mit wem und womit sie sich beschäftigen möchten. In dieser Zeit können sie auch frei wählen, ob sie frühstücken möchten. Später gibt es eine gebundene Arbeitsphase, in der die Kinder dem Alter entsprechend aufgeteilt werden. Es werden dann altersspezifische Angebote von den Erziehern durchge-führt. Uns ist es wichtig, dass die Kinder ein Wechselspiel der freien Entscheidung und den vorgegebenen Angeboten lernen und davon profitieren können.

Anhand von weiteren Beispiele spiegelt sich Partizipation in unsere Arbeit wieder:

* Essenplan zusammenstellen

* Anschaffung von Spielzeug

* monatlicher Spielzeugwechsel

* wöchentlicher Wandertag und Ausflüge 

* Geburtstag - Geburtstagsfreunde für den Geburtstagstisch aussuchen

                      - Spiele und Lieder aussuchen


 3. Partizipation der Eltern


 

Auch die Eltern haben im Rahmen der Umsetzung der Montessoripädagogik eine Mitbestimmung und Teilhabe im Kindergartenalltag. Sie haben das Recht, sich jederzeit mit Hinweisen, Anregungen und Ideen an die Erzieher und Elternvertreter zu wenden. Anhand folgender Beispiele spiegelt sich Partizipation in unsere Arbeit wieder:

* fester Tag zur Hospitation

* Briefkasten für Wünsche und Anliegen

* regelmäßige Treffen mit den Elternvertretern

* Elternfragebogen


 

Manchmal gibt es aber auch Grund zur Beschwerde. Diese wird jederzeit entgegen genommen und zeitnah besprochen, damit der Druck oder eine Belastung abgebaut werden kann. Beschwerden, die man sofort lösen kann, werden umgehend erledigt.


 

E) Unsere Zusammenarbeit mit den Eltern 


 Schon auf dem ersten Besuch der Kita erhalten die Eltern Einblick in die Arbeitsweise und Pädagogik des Hauses. Dabei sind wir offen für alle Fragen und Anliegen der Eltern.

Mit Vertragsabschluss erhalten die Eltern unser schriftliches Eingewöhnungskonzept, durch das sie sich auf die Eingewöhnungszeit mit ihrem Kind vorbereiten können. Nach ein bis zwei Monaten findet ein Eingewöhnungsgespräch statt, in dem der bisherige Verlauf und die Entwicklung des Kindes besprochen wird.

Alle zwei Jahre werden auf dem Gesamtelternabend unsere Elternvertreter gewählt. 

Zwei bis drei Mal im Jahr finden Elternvertretersitzungen, auf denen ein Austausch zwischen Eltern- und Erzieheranliegen besprochen werden, statt.

Die Dokumentation der pädagogischen Arbeit wird bei uns anhand von Aushängen, Fotos und Arbeiten der Kinder ersichtlich.

Die aktive Auseinandersetzung erfolgt in Eltern- und Entwicklungsgesprächen und Elternabenden.

Tür- und Angelgespräche können spontan jederzeit stattfinden.

Bei Problemfällen wird ein zeitnaher Termin gefunden.

Bei Festen und Feiern beteiligen sich die Eltern aktiv, indem sie bei Spielangeboten helfen, das Buffet gestalten und vieles mehr.

Einmal im halben Jahr ist jedes Elternhaus für das Waschen der Handtücher zu-ständig. 

Wir freuen uns über eine gute Zusammenarbeit, um eine harmonische Atmosphäre im Haus zu schaffen.


 

F) Kindeswohlgefährdung


 1. Vorwort


 Viele Bürger sind unsicher und fragen sich, wo die erzieherische Freiheit aufhört 

und eine Gefährdung von Kindern anfängt. Deshalb wurden Grundbedürfnisse von Kindern festgelegt. Dazu zählen Bedürfnisse, deren Erfüllung Voraussetzung für 

das körperliche und seelische Wohlbefinden und die Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit ist.  

Mit dem § 8a im Achten Sozialgesetzbuch hat der Gesetzgeber einen Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung in die Kindertagesstätten gegeben und sie damit zu einer besonderen Verantwortung und zu erhöhter Aufmerksamkeit verpflichtet. 


 2. Unsere Vorgehensweise


 Zur Erfüllung des gesetzlichen Schutzauftrages hat unser Träger ein Verfahren festgelegt, das bei ersten Anzeichen einer Kindeswohlgefährdung angewendet wird. Durch regelmäßige Beobachtungen der einzelnen Kinder, findet bei Auffälligkeiten eine gezielte Beobachtung des gesamten Teams statt. In Folge dessen halten wir uns an die Vorgehensweisen des Gesetzes.

Dabei unterteilen wir die Vorgehensweise in leichte Auffälligkeiten und akute Kindeswohlgefährdung.

 

Bei leichten Auffälligkeiten suchen wir       Bei akuter Kindeswohlgefährdung werden 

als erstes das Gespräch mit den Eltern,    wir als erstes eine Gefährdungseinschätz-

welches immer von 2 Erzieherinnen          ung im gesamten Team vornehmen.

durchgeführt wird und somit frühzeitig       Des Weiteren wird eine insoweit erfahrene

eine Hilfe für das Kind und der Familie      Fachkraft beratend hinzugezogen.

angeboten werden kann. Das Gespräch    Zusammen mit der Fachkraft wird auf die

wird dokumentiert und es werden zeit-       Inanspruchnahme von Hilfen für die Eltern

schriftliche und verbindliche Vereinbar-      hingewirkt. Es wird darauf geachtet, dass 

unten getroffen.                                          die angebotenen Hilfen auch tatsächlich

Wir stellen den Eltern Adresslisten von      ausreichen, um eine Kindeswohlgefähr-

verschiedenen Institutionen (Beratungs-    dung zu beenden.

Kinderärzte, Jugendamt usw.) zur Ver-      Sollte im Einzelfall ein sofortiges Handeln 

fügung.                                                       notwendig sein, wird das Jugendamt hin-

Es wird darauf geachtet, dass die ange-    zugezogen.

botenen Hilfen in Anspruch genommen

werden.    

Sollte diese Vorgehensweise keine Ver- 

änderung für das Kind herbeiführen,      

führen, werden wir uns an unsere "inso-

weit erfahrene Fachkraft“ für Kindes-

wohlgefährdung wenden.


 

Unser Ziel ist es, überlegt und strukturiert zu handeln, um professionell Hilfe anbieten zu können.


 

3. Prävention

 

Kinder erfahren ihren Körper und ihre Bedürfnisse spielerisch, spontan, neugierig und unbefangen. Sie sollen wissen, dass sie und ihr Körper wichtig und wertvoll sind. Ein positives Selbstbild und ein aufmerksames Umfeld können Kinder schützen.

Wir vermitteln in unserer Arbeit folgende Präventionsprinzipien:

• Mein Körper gehört mir!

• Ich darf Nein sagen!

• Ich darf meine Gefühle äußern!

• Ich kann mir Hilfe holen!


 

G) Die Zusammenarbeit im Team


 

Unter Teamarbeit verstehen wir, dass wir uns an gemeinsamen, gleichen Zielen orientieren, Gleichberechtigt sind, arbeitsteilig vorgehen und Entscheidungen gemeinsam treffen und verantworten.

Wöchentlich finden fachlicher Austausch und gemeinsame Reflexionen im Team statt. Dabei werden auch Elterngespräche, Elternabende und Feste vorbereitet.

Jeder im Team hat einen bestimmten Aufgabenbereich, für den er verantwortlich ist. 

Fortbildungen finden regelmäßig statt. 


 

H) Schlusswort


 

Hilf mir es selbst zu tun.

Zeig mir wie es geht.

Tu es nicht für mich.

Ich kann und will es auch alleine tun.

Hab Geduld, meine Wege zu begreifen.

Sie sind vielleicht länger.

Vielleicht brauche ich mehr Zeit,

weil ich mehrere Versuche machen will.

Mute mir auch Fehler zu, denn aus ihnen kann ich lernen.

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